Heimniederlage gegen Herrenberg

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HANNOVER / BADENSTEDT – Ein Bericht von Jörg Zehrfeld

Badenstedt nicht abgeklärt genug vor dem Tor des Gegners

Viel Schweiß und Mühe, aber nichts Zählbares für die HSG Hannover-Badenstedt im zweiten Heimspiel. Die Mannschaft von Trainer Roland Friebe unterlag mit 25:26 (10:11) der SG H2Ku Herrenberg sieben Sekunden vor dem Abpfiff.

Bereits der Auftakt war für die nervösen startenden JUNGEN WILDEN nicht optimal, die Gäste markierten eine 0:2 Führung durch Sulamith Klein und Kerstin Foth, ehe Jana Pollmer per Strafwurf den ersten Treffer für die HSG setzte.  Auch wenn die HSG-Abwehr einige Zeit brauchte, um sich auf Herrenberg einzustellen, zum Hauptproblem wurden schon im ersten Durchgang die freien Einwurfmöglichkeiten. Ob bei Würfen von den Aussenpositionen oder vom Siebenmeterpunkt,  die Badenstedterinnen  bekamen bei der gut postierten Torhüterin Monika Lide das Runde nicht ins Eckige. Carolin Tuc und Lea Neubrandner warfen 3 Tore Vorsprung für die SG heraus, der allerdings durch einen Konter von Rabea Pollakoski und den Anschlusstreffer von Lena Seehausen aus Badenstedter Sicht die richtige Antwort zum 8:9 in der 23. Spielminute fand. Bis zur Pause spielte sich Badenstedt nun auf Augenhöhe.

Aussichtsreich der Beginn nach dem Pausentee, zweimal Ivonne Krängel, Lena Seehausen und Jana Pollmer zeigten nach dem 14:12 (35.) deutliche Führungsansprüche auf. „Wir sind mehrfach in der zweiten Halbzeit auf zwei Zähler weggekommen, haben aber im Anschluß durch Fehlversuche verpasst die Führung auszubauen“, haderte Roland Friebe mit der Abschlußschwäche seiner Riege. Herrenberg hatte so keine Schwierigkeiten dran zu bleiben, markierte gar wieder durch Kerstin Foth gegen die zuvor erfolgreiche Badenstedter Siebenmeter-Killerin Hanna Belgardt die 20:21 Führung nach 52 Spielminuten. Im Spiel der Nerven hatte Herrenberg dann die Nase vorn, die HSG vergab in der 57. Minute bei  25:24 Führung ihren dritten Strafwurf. Auf der Gegenseite machte es die nach dem Abpfiff von Roland Friebe zum „Player of the Match“ gekürte Lea Neubrandner besser, die siebenfache Torschützin setzte 90 Sekunden vor Schluss vom Punkt den Ausgleich und erschoß die HSG endgültig auch mit ihrem Siegtreffer. „Wir wussten schon vorher, das wird hier ein ganz schweres Spiel für uns“, strahlte Herrenbergs Trainer Ogujiuba Nwagbara über das glückliche Ende für seine Seite und zeichnete bei  Badenstedt Jana Pollmer als beste Spielerin aus. „Wir haben heute viel zu viele Fehler gemacht“, konnte sich Pollmer über die Auszeichnung allerdings nur mühsam freuen.

Hanna Belgardt (in blau) konnte zwei Strafwürfe entschärfen

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